FORMGEBUNG | SPRITZGIESSEN

Der keramische Spritzgießprozess verläuft ähnlich dem des Kunststoffspritzgießens. Die gleichen Maschinen werden verwendet. Keramik ist ein abrasives Material. Kontamination können vermieden werden, indem man z.B. verschleißfeste Plastifizierschnecken verwendet. Aus demselben Grund werden Einspritzdüsen aus Keramik und Werkzeuge aus gehärtetem oder beschichtetem Stahl eingesetzt, oder aber die Werkzeugkavitäten werden aus Hartmetall gefertigt.

Bei Temperaturen um 160°C wird die plastische Masse ins Werkzeug eingespritzt. Nach der Kühlzeit wird das formstabile Bauteil, der "Grünling", ausgeworfen. Im Anschluss an das Entbindern, das Entfernen des Kunststoffs, wird das jetzt "Braunling" genannte Bauteil im Sinterofen gesintert.

Entscheidender Vorteil des keramischen Spritzgießens ist die endformnahe Gestaltung anspruchsvoller Bauteile. Aufwändige kostenintensive Nachbearbeitungsschritte entfallen häufig auch bei hochkomplexen Geometrien und engen Toleranzen. Mit höchster Qualität werden große Stückzahlen produziert. Unter Verwendung von Standardspritzgießmaschinen und Abnahmesystemen zum Handling der Bauteile läuft die Produktion zu einem hohen Grad automatisiert ab.

Das Spritzgießen anspruchsvoller Bauteile ist in der Kunststoffindustrie weit verbreitet - INMATEC Technologies GmbH macht es für Keramik möglich.

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